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Interview mit Frank Diehl ...

frank d fbdem Inhaber von Marketing Active, in dem er viele Tipps und Ratschläge zum Immobilienmarketing und Verkauf bereit hält.

I: Herr Diehl, wir sind auf Ihr Unternehmen Marketing Active aufmerksam geworden, weil Sie gerade im Immobilienmarketing- und Verkauf komplett andere Wege gehen und das sehr erfolgreich. Was ist das Geheimnis?
Diehl: Hallo und schönen guten Abend. Kurz zu meiner Person: Seit 1995 bin ich auch in und für die Immobilienbrache tätig, sowohl im Marketing als auch im direkten Verkauf und früher der Vermietung. Da hat man genug Erfahrung gesammelt, weiß worauf es ankommt. Das Geheimnis ist eigentlich gar keines. Gibt es ja alles schon. Nur wird es oftmals nicht genutzt. Wir kombinieren lediglich sehr gute Marketingtools mit einer bestimmten Verkaufsstrategie. Das ist wie bei einem Sternekoch das Kochrezept. Jeder kann zwar kochen, nur das WIE macht eben den Unterschied und entscheidet ob ein Restaurant sehr gut angenommen wird oder eben nicht. Bei uns kommt sozusagen nur das Beste auf den Tisch.

I: Und bei Ihnen scheint es den Leuten sehr gut zu schmecken. Wer ist Ihre Kundschaft.
Diehl: Hahaha, ja, stimmt, es schmeckt vielen sehr gut. Marketing Active ist eine klassische Marketing- und Internetagentur. Wir tun im Online und Offline Marketingbereich alles was verkaufsfördernd ist. Webseitenprogrammierung, Social Media, Internetshops, 360 Grad Besichtigungen, Prospekte, Kataloge, Exposés etc. bis hin zur Marketingberatung in Unternehmen. Und beim Immobilienmarketing unterstützen wir Baufirmen, Bauträger, Hausverwaltungen, Makler und private Immobilienverkäufer mit unseren Dienstleistungen. Das ist ja das Thema heute in dieser Sendung.

I: Ja, heute geht es um die privaten Immobilienverkäufer. Sie sagen Herr Diehl: Sie helfen privaten Immobilienverkäufern – jetzt muss ich nachgucken – ihre Immobilie schnellstmöglich zum höchstmöglichen Preis an solvente Personen zu verkaufen.
Diehl: Genau, das ist das Ziel bei einem Immobilienverkauf. Das ist es ja immer. Nur wir sagen es halt. Und wir machen das auch. Und genau das ist der Unterschied zwischen Eckimbiss und Gourmetküche. Wir wissen wie es anders besser geht, das sage ich mal so ganz frech.

I: Gewähren Sie uns einen Einblick?
Diehl: Ja klar. Ich verrate den Hörern das Rezept, muss aber etwas weiter ausholen, damit man die Hintergründe versteht.

I: Aber sicher, holen Sie aus
Diehl: Um unser Konzept zu verstehen blicken wir nach Florida in die USA und deren Vermarktungssystem. Das gilt für ganz USA, okay, ich habe es halt in Sarasota, Florida gelernt. In den USA sind alle Makler innerhalb einer Region dem Multiple Listing Service (MLS) angeschlossen. Das bedeutet, erhält ein Immobilienmakler den Auftrag eine Immobilie zu verkaufen, dann stellt er alle Daten und Bilder in das MLS ein und jeder angeschlossene Makler kann somit die Immobilie auch seinen Kunden anbieten und verkaufen. Das sieht so ähnlich aus wie auch die deutschen Immobilienportale. Wenn Sie nun in einer Stadt eine Immobilie kaufen möchten ist es egal zu welchem Makler Sie gehen, er kann Ihnen alle auf dem Markt befindlichen Immobilien offerieren. Und das Beste – die Vermittlung kostet Sie keinen Cent. Die Gebühr erhalten die Makler vom Verkäufer und teilen sich diese.

I: Das ist ja cool. Egal zu welchem Makler ich gehe, der kann alles anbieten was auf dem Markt ist? Und wenn ich kaufe, dann zahle ich keine Provision. Alles provisionsfrei?
Diehl: So ist es. In den USA, das können Sie überall nachlesen, ist die Geschwindigkeit des Verkaufs einer Immobilie um ein wesentliches höher als in Deutschland. Das liegt zum einen daran, dass in den USA mehr ver- und gekauft wird. Zum anderen liegt es aber natürlich am System, was dem deutschen um Längen voraus ist. In den USA käme niemand auf die Idee seine Immobilie privat verkaufen zu wollen, weil die Verkäufer genau wissen, dass eh alle zu einem Makler gehen und dort nach Immobilien gefragt wird. Es kostet ja nichts. Selbst im Internet findet man gar keine privaten Angebote. Als privater Immobilienverkäufer haben Sie auch gar nicht die Möglichkeit am MLS teilzuhaben. Das ist den Maklern vorbehalten.

I: Und die Verkäufer sind bereit den Makler zu zahlen? Das funktioniert?
Diehl: Ja, warum denn nicht? Dort herrscht schon immer das Bestellerprinzip. Wer bestellt, bezahlt. Die Amerikaner handeln mit dem Makler in vielen Fällen ein festes Honorar aus und dann übernimmt er die komplette Vermittlung von A-Z und auch sämtliche Vermarktungskosten. Der Verkäufer wartet nur noch auf die Präsentation der Kaufangebote. Für die zukünftigen Käufer bleibt alles provisionsfrei. WIN – WIN – WIN. Anders kann man es nicht sagen.

I: Und Sie machen das hier in Deutschland genauso?
Diehl: Nicht ganz. Denn hier in Deutschland gibt es kein MLS wie in den USA. Wir haben das mal versucht einzuführen, sind aber gescheitert. Die große Mehrheit der Makler kocht halt hier - jeder für sich - sein eigenes Süppchen. Da haben Sie keine Chance, obwohl es so einfach wäre.

I: Aber die Makler könnten doch wesentlich mehr Geschäft machen, wenn das hier auch so wäre.
Diehl: Ja, was soll ich anderes sagen als ja?

I: Aber Sie machen es zu 90% so wie die Amerikaner, halt ohne MLS?
Diehl: Ja, nur kombinieren wir noch – Gourmetgericht – unsere Marketingtools mit dieser Verkaufsmethode und setzen zudem eine bestimmte Verkaufsstrategie ein. Alles in Kombination macht es dann aus. Provisionsfrei und alle erdenklichen, sehr verkaufsfördernden Marketingtools mit einem unschlagbaren Preis. Dadurch können wir das nicht vorhandene MLS verkraften – auch wenn es weh tut. Aber wir sind ja Marketingmenschen und keine Makler.

I: Das hört sich gut an. Unschlagbarer Preis?
Diehl: Ja, darauf komme ich gleich zurück. Wir sind Marketingmenschen – Marketingberater und stehen den Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Wenn Leute z.B. ihr Haus privat verkaufen möchten, dann können sie auch einzelne Dienstleistungen von uns in Anspruch nehmen. Wie jeder Gewerbetreibende auch. Wir geben den Leuten die Hand und reißen ihnen nicht den ganzen Arm aus. Beim Immobilienmarketing können uns die Leute mit folgendem beauftragen:

  • Marktwertermittlung der Immobilie
  • Erarbeitung einer Verkaufsstrategie - Zielgruppenfindung
  • Erstellung einer 360 Grad Tour
  • Aufbereitung von Grundrissplänen
  • Exposéerstellung - Bilder, Texte, Daten und Fakten fein in Szene gesetzt
  • Immobilienkarten - So kommen die Kunden zu Ihnen
  • Erstellung einer Infobroschüre zum Weitergeben (Stadtverwaltung, Vereine , Arbeitskollegen, etc.)
  • Terminierung und Durchführung von Besichtigungsterminen
  • Verkaufsverhandlungen
  • Vorbereitung Notartermin
  • Übergabe der Immobilie an den Käufer – Protokollanfertigung

Und wie erwähnt der Verkauf der Immobilie von A-Z inkl. Übernahme der Vermarktungskosten. Wie in den USA nur plus allem was ich gerade aufgezählt habe. Mehr geht nicht.

I: Das ist ganz schön viel
Diehl: Das ist unser Job und den lieben wir. Er ist so abwechslungsreich. So anspruchsvoll. Man muss ständig dranbleiben, sich weiterbilden. Man lernt so viele Menschen kennen. Und man lernt nie aus. Was will man denn mehr?

I: Das stimmt, könnte ich mir auch vorstellen.
Diehl: Hahaha, wollen Sie sich bewerben?

I: Ich denke darüber nach. Da ist ja wirklich für alle Immobilienverkäufer oder Anbieter etwas dabei – egal ob privat oder gewerblich.
Diehl: Das ist Absicht. Hahaha. Ja, und das macht es halt aus. In diesem Geschäftsbereich können wir jedermann (und Frau) unterstützen und das wird sehr gut angenommen.

I: In der Zwischenzeit haben wir hier im Studio einige Mails erhalten Herr Diehl. Würden Sie diese beantworten?
Diehl: Wenn ich weiterhelfen kann, gerne. Legen Sie los.

I: Was halten Sie von den derzeit überhitzten Immobilienpreisen?
Diehl: Nicht sehr viel, denn sie spiegeln nur eine Momentaufnahme wieder. Mit vernünftigen und reellen Preisen hat das nichts mehr zu tun. Das macht es den Leuten auch schwerer eine Finanzierung zu erhalten, denn die Banken bewerten die Immobilie oft sehr viel niedriger als sie angeboten wird.

I: Das heißt, Häuslekäufer müssen mehr Eigenkapital haben?
Diehl: Bisschen einfach ausgedrückt aber für den Laien verständlich. Ja. Kostet ein Haus 330.000 Euro, die Bank sieht den Wert, den sie im Falle einer Zwangsversteigerung erhalten würde, bei 250.000 und sie wollen das Haus unbedingt haben ... dann benötigen Sie die Differenz – plus die Nebenkosten des Erwerbs (Makler, Grunderwerbssteuer, Notar, Grundbuch, Renovierungen) aus anderer Quelle, sprich als Eigenkapital.

I: Was ist der erste Schritt den Sie tätigen, wenn Sie ein Verkaufsauftrag erhalten?
Diehl: Die Marktwertermittlung der Immobilie. Ganz klar.

I: Wie wird dieser Wert ermittelt?
Diehl: Sprengt das jetzt nicht den Rahmen dieser Sendung? Das ist ein sehr umfangreiches Thema.

I: Wir hatten diese Frage per Mail erhalten. Vielleicht ganz schnell erläutert?
Diehl: Ich versuche es. Wie der Name schon sagt handelt es sich um den Preis, den die Immobilie im Moment am Markt wert ist. Und dieser Preis wird auch bei Immobilien vom Angebot und der Nachfrage bestimmt.

Bei der Wertermittlung einer Immobilie gibt es drei Verfahren, die sich im Laufe der Jahre etabliert haben:

Das Vergleichswertverfahren
Der Name sagt es eigentlich schon aus. Hierbei werden andere vergleichbare Immobilien herangezogen, um den Wert der eigenen Immobilie zu ermitteln. Umso mehr vergleichbare Immobilien man heranzieht, umso genauer die Wertermittlung. Bei Eigentumswohnungen, Baugrundstücken, Reihenhäusern oder Doppelhaushälften wird der Wert meist durch das Vergleichswertverfahren bestimmt.

Das Sachwertverfahren
Dieses Verfahren wendet man in der Regel bei Immobilien an, bei denen es nicht unbedingt auf den Ertrag ankommt, z. B. Ein- oder Zweifamilienhäuser. Hierbei werden die Herstellungskosten, die Lage, die Baukosten abzüglich Abnutzung sowie der Wert des Grundstückes und der Außenanlagen zur Ermittlung des Wertes herangezogen. Zur Ermittlung des Grundstückswertes werden in der Regel der Bodenrichtwert oder wieder die Preise vergleichbarer Grundstücke zu Grunde gelegt.

Das Ertragswertverfahren
Auch hier sagt der Begriff schon alles aus. Wie viel Ertrag kann mit dem Gebäude in einer bestimmten Zeit erzielt werden. Dieses Verfahren wird demnach bei Mehrfamilienhäusern, großen Mitobjekten oder Gewerbeimmobilien angewandt. Mit in die Berechnung fließt auch hier wieder der aktuelle Bodenwert. Für Kapitalanleger ist nicht nur die Ausstattung und die Lage einer Immobilie wichtig, sondern auch, wie viel Geld für Renovierung, Sanierung und Kauf investieret werden müssen und wie viel letztendlich erwirtschaftet werden kann.

I: Hört sich kompliziert an
Diehl: Es ist kein Hexenwerk aber mit verkaufsentscheidend. Ich kann nur jedem raten einen Fachmann zu fragen. Mal schnell so links und rechts im Internet gucken und guck „ das ist doch mit unserer Immobilie vergleichbar“, so funktioniert das leider nicht und geht zu 99% schief.

I: Unsere Hörer hören genau zu Herr Diehl. Sie sprachen vorhin von einer Preisstrategie. Welche ist das?
Diehl: Ihre Hörerinnen und Hörer passen wirklich gut auf. Hahaha. Es gibt logischerweise 3 Preismöglichkeiten eine Immobilie am Markt anzubieten. Das ist im Übrigen bei allen Produkten so. Bleiben wir bei den Immobilien. Grundvoraussetzung ist die Marktwertermittlung. Sie müssen den richtigen Preis Ihrer Immobilie zu 100% kennen.

1. Möglichkeit – Der Preis liegt deutlich über dem der Marktwertermittlung.
So inserieren fasst 90% aller Privatanbieter und Makler, nach dem Motto – wir probieren es halt mal. Die Folge: Erscheint die Anzeige, melden sich hier und da mal einige Interessenten. Meinstens ist eine der ersten Fragen: Ist am Preis noch was zu machen? Einige schauen sich die Immobilie auch an, sagen dann aber wegen dem Preis wieder ab. Nach einer Weile meldet sich gar keiner mehr und Sie müssen den Preis senken. Die schlauen Kaufinteressenten warten nun ab bis Sie den Preis ein zweites und ein drittes Mal senken, dann erst sind sie bereit für den Kauf. Der Preis liegt dann aber schon unter dem der Marktwertermittlung. Und was machen Sie dann? Sie verkaufen nicht. Nun ist die Immobilie auf dem Markt sozusagen „verbrannt“. Sie nehmen die Anzeige aus dem Netz und probieren es vielleicht in einem ¼ Jahr noch einmal.

I: Ja das stimmt. Man sieht sehr oft die gleichen Immobilien über Wochen und Monate im Internet und ab und zu wird der Preis mal wieder gesenkt.
Diehl: Ja so ist es. Und was soll das bringen? Das ist einfach nicht clever.

I: Die Leute haben wahrscheinlich gar keine Marktwertermittlung machen lassen und wollen zu viel.
Diehl: Sieht so aus. Ich erzähle nun aber von der nächsten, der 2. Preismöglichkeit. Die erste fällt ja aus. Auf diesem Schild steht jetzt der Preis, den die Marktwertermittlung ergeben hat. Es melden sich Kaufinteressenten und nun kommt es nur noch darauf an, ob ihnen die Immobilie gefällt und ob sie nach deren Geschmack ohne großen Aufwand renoviert werden kann (neues Bad, Fußböden, Türen etc.). Hier müssen Sie auch nicht mehr den Verkaufspreis verhandeln – lassen Sie sich nicht darauf ein. Der Preis stimmt. Der Angebotspreis ist hier gleichzeitig auch der Verkaufspreis.

I: Das hört sich sehr viel besser und gerechter an. Die Immobilie wird dann bestimmt schneller verkauft.
Diehl: Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schon. Wie Sie richtig sagen, ein faier und gerechter Preis, den man nicht mehr zu verhandeln braucht. Viele vernünftige Menschen werden das erkennen und zahlen den Preis. Das ist Ihre Immobilie wert.

I: Jetzt sind wir alle auf Ihre Preisstrategie gespannt
Diehl: Die können Sie sich ja jetzt denken. Viele Möglichkeiten gibt es ja nicht mehr.

I: Sie bieten also wirklich unter dem Preis an, den die Marktwertermittlung ergeben hat?
Diehl: Genau. In Absprache mit den Eigentümern natürlich. Aber: Sie haben es richtig gesagt. Wir bieten die Immobilie so an – verkauft wird sie zu diesem Preis nicht.

I: Wie jetzt?
Diehl: Am Anfang sagte ich doch: Schnellstmöglich, zum höchstmöglichen Preis, an solvente Leute verkaufen.

I: Ja genau?
Diehl: Und dann können wir ja nicht unter Marktwert verkaufen. Zwischen Angebotspreis und Verkaufspreis liegt ein sehr großer Unterschied. Kaum eine Immobilie wird zu dem Preis verkauft, den Sie im Internet bei den Immobilienbörsen lesen.

I: Und wie machen Sie das jetzt genau?
Diehl: Wir nennen das intern das fünffünfer Prinzip. Ein Haus hat einen Marktwert von z. B. 290.000 Euro. Wir ziehen von diesem Wert ca. 5,5% ab, was dann den Angebotspreis ergibt. 5,5% von 290.000 sind 15.950 Euro, Der Angebotspreis (wir runden auf) ist also 274.100 Euro. Schöne krumme Zahl, nicht wahr?

I: Allerdings. Und die inserieren sie dann?
Diehl: Ja. Was passiert jetzt? Es werden sich sehr, sehr viele Kaufinteressenten melden. Wir sammeln nun die Kaufzusagen, erfahrungsgemäß sind es 4-5 und lassen uns das schriftlich bestätigen. Jeder von den Leuten möchte die Immobilie unbedingt haben. Nun rufen wir die Kaufinteressenten nacheinander an und teilen allen mit, dass wir mit dem Eigentümer in der Entscheidungsphase sind, an wen das Haus verkauft werden soll. Wir sagen auch, dass schon 2 Interessenten nach einem Notartermin gefragt haben – was immer der Wahrheit entspricht. Was glauben Sie was nun passiert?

I: Die Leute nennen einen höheren Preis weil sie das Haus unbedingt haben möchten.
Diehl: Genau, die Kaufinteressenten fangen an einen höheren Preis zu nennen, sie fangen an zu bieten. Letztendlich wird ein Preis erzielt, der in 90% aller Fälle über dem der Marktwertermittlung liegt.

I: Das ist ja mal ganz clever.
Diehl: Darf man denn nicht clever sein? Angebot und Nachfrage. Wir bewegen uns auf einem freien Markt, oder?

I: Was steckt noch dahinter, dass das funktioniert?
Diehl: Sie gehen ja ganz schön ins Detail. Das geht nur, wenn die Immobilie stimmt, Sie also z.B. nicht komplett sanierungsbedürftig ist usw. und auch nicht in Gegenden liegt, in denen die Nachfrage sehr, sehr gering ist. Das ganze Konzept muss stimmig sein und alle unsere Marketingtools müssen in hochwertiger Form gezielt zum Einsatz kommen. Dann funktioniert es immer.

I: Wie geht das mit der virtuellen 360 Grad Besichtigung
Diehl: Das ist mein Lieblingstool. Wir erstellen diese mit einer speziellen Kamera. Das ganze gibt es ja nun schon ein paar Jährchen. Man sieht es bei vielen Hotelwebseiten, Restaurants, Bars, Street View von google usw. Und dann hat es logischerweise auch die Immobilienbranche für sich entdeckt. Die 360 Grad Besichtigung ist so hilfreich, das glauben Sie gar nicht. Alleine die Zeitersparnis für Anbieter und Käufer oder Mieter. Ich kann mir eine Immobilie im Internet anschauen und durchlaufen, als wäre ich wirklich vor Ort. Gefällt sie virtuell, dann wird auch ein reeller Termin vor Ort vereinbart. Und die Verkäufer / Vermieter können sich auch sicher sein, dass dann sehr großes Interesse besteht. Für alle wirklich nur Vorteile. Bei uns auf der Webseite marketing-active.de können sich die Hörerinnen und Hörer ein Beispiel anschauen. Fein herausgeputzt erscheinen die Immobilien. Das wirkt sich auch psychologisch positiv auf den Preis aus.

I: Vor der Sendung sprachen wir schon kurz darüber, dass aber auch Gefahren lauern
Diehl: Ja, das ist richtig. Leider werden Besichtigungstermine, auch virtuelle, sehr oft ausgenutzt um zu schauen ob in der Immobilie was zu holen ist. Leider haben wir es nicht nur mit ehrlichen Menschen zu tun. Vielen Einbrüchen gingen Besichtigungen von Immobilien voraus. D. h. man muss wissen wen man reell und virtuell in sein Haus lässt. Schreiben Sie immer, bevor sie jemanden reinlassen, sämtliche Daten der Personen auf. Alle Vor und Zunamen, Anschrift, Telefon, E-Mail, Nationalität, Ausweisnummer ... Erst dann lassen Sie die Leute ins Haus oder senden Ihnen den Link zur 360 Grad Besichtigung. Ohne diese Daten geht gar nichts. Die wirklich interessierten haben damit kein Problem wenn man es ihnen vernünftig erklärt. Im Gegenteil, sie finden es sogar gut und haben Verständnis. Dadurch erhöhen Sie zusätzlich die Wertigkeit der Immobilie.

I: Deshalb sagten Sie vor der Sendung auch – niemals Massenbesichtigungen
Diehl: Ja, auch aus diesem Grund. Sie wissen am Ende ja gar nicht mehr wer wo durch das Haus läuft, wer in Ihren Schubladen und Schränken wühlt, welches Kind die Vase im Wohnzimmer runtergeworfen hat und wer sich einen Wertgegenstand einsteckt. Sie können ja nicht jedem auf die Finger schauen und in jedem Raum gleichzeitig sein. Außerdem sind Massenbesichtigungen das unpersönlichste was es nur gibt. Für unsere Strategie zudem auch noch kontraproduktiv. Ich will mich mit Menschen in aller Ruhe und vernünftig unterhalten können. Ihnen etwas bieten, ihnen Möglichkeiten aufzeigen. Das wäre bei Massenbesichtigungen nicht möglich. Wir brauchen auch keine – wir haben die 360 Grad Besichtigung. Menschen, die wie eine Elefantenherde durchs Haus trampeln? Wirklich nicht.

I: Verkaufsstrategie, Marketingtools, Wertermittlung, worauf da alles zu achten ist
Diehl: Ja, wir sprachen ja schon darüber. Aber es macht doch Spaß. Wenn man schon so lange Jahre im Marketing und Verkauf tätig ist, wird das zur Routine. Man darf nur nicht von seiner geschäftlichen Philosophie abweichen, dann wäre man nicht mehr authentisch. Man muss voll dahinter stehen.

I: Wenn jetzt jemand käme und sagen würde: Herr Diehl ich habe die Radiosendung gehört und möchte Sie mit dem Verkauf meines Hauses beauftragen. Die Provision nehmen Sie aber bitte, wie die meisten Makler auch, von dem Käufer.
Diehl: Dann würde ich ihm sagen, dass er leider nicht die ganze Sendung gehört oder etwas überhört hat. Und das wir keine Makler sind.

I: Ich weiß ja was Sie meinen
Diehl: Warum provozieren Sie mich dann? Hahaha. Nein, sorry. Solche Aufträge lehnen wir dann ab. So arbeiten wir nicht und so werden wir auch nicht bezahlt. Genau das meinte ich mit geschäftlicher Philosophie. Wir sind so erfolgreich, weil wir so arbeiten wie wir es tun. Wir sind Marketingmenschen bei Marketing Active, der Marketing- und Internetagentur. Wir sind, wie gesagt, kein Maklerunternehmen. Wir vermarkten Immobilien unter dem Einsatz unserer Marketingtools in Kombination mit einer cleveren Strategie. Wir fungieren als Betrater des Immobilieneigentümes und als Ersteller der Marketingtools.

I: Und wenn jetzt jemand, der die Sendung gehört hat, zu Ihnen kommt und beauftrage Sie mit dem Verkauf seiner Immobilie von A-Z wie Sie es nennen?
Diehl: Dann freuen wir uns natürlich. Wenn wir mit dem Verkauf einer Immobilie von A-Z vertraut werden, dann schließen wir mit dem Verkäufer einen Vertrag, in dem wir vereinbaren welche Marketingtools wir erstellen und zum Einsatz kommen sollen. Sprich, was dieser Vertrag alles beinhalten soll. In der Regel alles, was wir schon erwähnt hatten bzw. auch auf unserer Webseite marketing-active.de zu lesen ist. Dabei stimmen wir uns immer mit dem Verkäufer ab. Es geht also nichts in den Druck oder wird online gestellt, ohne das der Verkäufer vorher „drübergeschaut“ und das Okay gegeben hat. In dem Vertrag einigen wir uns mit dem Eigentümer auf einen Festpreis. Das war’s, dann beginnt die Arbeit.

I: Aber Sie machen dann schon auch die Termine und die Besichtigungstermine?
Diehl: Sicher, wenn der Eigentümer das wünscht. In der Regel ist das so.

I: Was kostet denn Ihre Dienstleistung? Jetzt bin ich ganz neugierig?
Diehl: Das sind Sie schon den ganzen Abend. Ich merke, das Thema Immobilienmarketing und Verkauf interessiert Sie sehr.

I: Ich finde das wirklich total spannend. Bisher kannte ich nur den klassischen Makler. Und Sie machen gerade alles anders bzw. gehen ganz andere Wege. Aber was kostet das jetzt.
Diehl: Das machen wir schon immer so. Gut, im Laufe der Zeit kamen einige Tools dazu, andere fielen weg. Viele Wege führen zum Ziel, unserer meistens schneller, weil er effektiver ist. Hatten wir ja schon besprochen. Wer uns mit der Durchführung einer Dienstleistung beauftrag, der muss sie dann auch bezahlen. Logisch. Kommen wir zu unserem Honorar, damit Sie endlich zufrieden sind, hahaha. Bleiben wir bei dem Beispiel von vorhin. Ein Haus hat einen Marktwert von 290.000 Euro. Letztendlich wird es dann mit unserer Strategie zwischen diesem Preis und knapp über 310.000 verkauft. Wir einigen uns bei so einem Preisgefüge auf ca. 10.000 – 12.000 Euro Honorar, welches in Teilen zu unterschiedlichen Zeitpunkten fällig ist. Mehr verrate ich nicht. Aber glauben Sie mir, damit sind alle einverstanden die zu uns kommen. Wir zeigen auch auf, was die ganzen Marketingtools kosten und natürlich welche Zeit wir investieren. Die kompletten Vermarktungskosten inkl. der Marketingtools sind selbstverständlich in unserer Honorarrechnung enthalten.

I: Ich hatte mit mehr gerechnet
Diehl: Ja das ist immer so. Den einen ist es zu viel, die anderen hätten mit mehr gerechnet. Wir wissen halt was es für eine Arbeit ist und haben schon sehr knapp kalkuliert. In der Regel einigen wir uns immer. Für alles gibt es eine Lösung.

I: Haben Sie noch einen letzten Tipp um den Immobilienverkauf zu fördern?
Diehl: Na gut, einen letzten noch. Wenn der Preis steht und auch die Zielgruppe, aus der Personen ihre Immobilie kaufen werden, dann informieren sie diese Personen doch dort, wo sie oft sind. Mit informieren meine ich eine sehr hochwertige, zweiseitige Infobroschüre erstellen und diese dort abgeben, wo Ihre Zielgruppe am häufigsten ist. Z.B. ist Ihre Immobilie auch für eine Familie geeignet, dann hinterlegen Sie einige Exemplare (aber niemals mehr wie 5) an folgenden Orten. Familien die neu zugezogen sind, fragen oft auch bei der Orts- und/oder Stadtverwaltung nach Häusern. Die Kinder gehen in die Vereine und /oder in den Kindergarten und die Schule. Wissen Sie wie viele Lehrer wissen wer ein Haus kaufen möchte? Tja, die Kids erzählen halt alles. Sie merken, man muss nur sehr viele Vermarktungsmöglichkeiten ausnutzen, um die Höchstgeschwindigkeit des Verkaufs zu erreichen und einzuhalten.

I: Das war jetzt noch einmal ein sehr guter Tipp Herr Diehl. Ich bedanke mich für das aufschluss- und hilfreiche Interview. Wie können Sie die Hörer denn erreichen?
Diehl: Danke Ihnen, ja das hat richtig Spaß gemacht und mit Rat und Tat stehe ich gerne zur Seite. Die Hörerinnen und Hörer erreichen mich ganz einfach über die Webseite marketing-active.de Die Firma sitzt in Gelnhausen-Hailer.